500 Euro-Spende für Münsterer Geschichte

Werner Ellermann spendet Erlös aus seinem Buchverkauf an Heimat- und Geschichtsverein

Werner Ellermann überreicht den Scheck an Patricia Bombala.
Foto: Peter Waldmann

Seit Werner Ellermann, Oberstudienrat an einem Offenbacher Gymnasium, im Ruhestand ist, widmet er sich vermehrt der Geschichte seines Münsterer Heimatortes. Nach vielen Recherchen in den Archiven von Land und der Gemeinde entstand das Buch „Münsterer Lokalgeschichte vom Kaiserreich zur Demokratie“, dessen zweite Auflage fast vergriffen ist. Ellermann will damit den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte ihres Heimatortes näherbringen. Geld verdienen will er damit nicht. Darum hatte bereits den Erlös der ersten Auflage, immerhin über 1.500 Euro, zu gleichen Teilen der Parkinson-Trainingsgruppe der DJK, dem Männergesangverein 1845, dessen Vorsitzender er über 30 Jahre war, und dem Heimat- und Geschichtsverein (HGV) zu kommen lassen.

Am ersten Öffnungstag des Heimatmuseums im neuen Jahr, an dem Werner Ellermann mit einer Lesung über die Münsterer Parlamentsgeschichte von 1900 bis 1938 zugegen war, überraschte er den HGV mit einer weiteren Spende von 500 Euro.„Das ist der Erlös der zweiten Auflage. Ich weiß, dass das Geld bei euch der Münsterer Geschichte zu gute kommt“, so Ellermann bei der Scheckübergabe.

Werner Ellermann erklärt unterstützt durch Bilder die Gemeindepolitik früherer Jahre.
Foto: Peter Waldmann

HGV-Vorsitzende Patricia Bombala, die die Spende entgegennahm, bedankte sich nicht nur für Spende, sondern auch für Ellermanns Bereitschaft immer wieder mit seinen Vorträgen Besucher ins Heimatmuseum zu bringen. So war auch an diesem Sonntag das Museumscafé gut besetzt. Die Besucher erfuhren, wie sich Gemeinderäte über die Straßennamen, die Wasserversorgung oder über die Miete für die Wohnungen der Lehrerinnen Gedanken machten und auch stritten. Zentrum, SPD und eine Bürgerliste stellten die Gemeinderäte bis die Nazis der Demokratie den Garaus machten.